Bruno
Getreten, geschlagen... und dann entsorgt! So landete der wunderschöne Breton - Epagneul-Rüde in der Tötung von Palma de Mallorca. Einer Tierfreundin vor Ort, der – weil sie selbst einen Hund dieser Rasse hat und weiß, welch sensible, einfühlsame, treue und intelligente Tiere diese Hunde sind, ging das ängstliche Bündelchen, das sich regelmäßig ins hinterste Eck seine Zwingers verzog, wenn Menschen daran vorbei liefen, nicht mehr aus dem Kopf! ... und da sie aus früheren Vermittlungen wusste, mit Bretonen bei unserem Verein offene Türen einzurennen, kam Bruno über die Zwischenstation SOS Animal Mallorca, die den ca. 6-Jährigen bis zu seiner Ausreise beherbergte, Anfang Januar 2010 in die Obhut unseres Vereins.
Nun lebt er in einer sehr erfahrenen und tierlieben Pflegestelle, deren Herz sich die Bretonen (aber auch die Rateros) ebenfalls im Sturm erobert hatten. Hier darf Bruno erfahren, dass Zweibeiner auch etwas anderes können, als gewaltsam und fordernd zu sein.
Bruno verfolgt sein Pflegefrauchen nun bereits auf Schritt und Tritt und gestern (5.2.) schmuggelte er sich erstmals aufs Sofa neben das Herrchen. Aber fremde Menschen, ungewohnte Geräusche etc. lassen ihn derart erschrecken, dass er sich sofort zurückzieht in sein Refugium: die Gästetoilette! Hier in diesem engen Raum, da fühlt er sich geborgen und hier verbringt er auch seine Nächte, ganz lieb und still – sieht man vom gelegentlichen Abspulen des Toilettenpapiers einmal ab.
Im Haus bewegt er sich inzwischen frei, im Garten tobt er ausgelassen, fröhlich und mit erhobener Rute mit dem eigenen Rüden der Pflegestelle, hier kann er sich auch entspannt mit seinem großen Geschäft lösen, was er sich auf freiem Feld beim Gassigehen noch nicht getraut. Doch auch draußen ist er mit allen Hunden verträglich, die er trifft.
Bruno braucht sicherlich noch einige Zeit bis er ganz unvoreingenommen auf fremde Menschen zugeht. Wir suchen deshalb für ihn hundeerfahrene Leute, die ihm die Geduld schenken, von sich aus kleine Schritte zur wiederzuerlernenden Vertrautheit mit Menschen zu gehen, die ihn dabei unterstützen und ermuntern. Sie bekommen dafür einen ganz lieben, tief empfindenden Schatz, der sie mit seiner Dankbarkeit überschütten wird.
Aktualisiert (Sonntag, den 07. Februar 2010 um 17:26 Uhr)








